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Provisionsmodelle im Überblick

Die Standard-Provisionspläne kann man in folgende Liste zusammenfassen:

1.      Differenzprovision laut Karriereplan (Breakaway)

2.      Stammbaum- bzw. Uni-Level-Provision

3.      Hybrid: beide Funktionen werden verwendet

Unten erstelle ich Beispiele für jede dieser Funktionen.

In unserem Programm arbeiten wir mit den Punkten als Provisionsgrundlage.

Sie können

·                  entweder jedem Artikel einen bestimmten Punktewert zuordnen

·                  oder die Einstellung nutzen, dass der Nettorechnungswert als Punkte angesehen werden soll

I.                 Differenzprovision laut Karriereplan

Anzahl der abzurechnenden Ebenen ist unlimitiert

Für jede Karrierestufe wird ein bestimmter Provisionssatz festgelegt – entweder als Prozent oder als Betrag pro Provisionspunkt. Provision für die Upline ergibt sich aus der Differenz zwischen den Angaben für die Karrierestufen.

Oft werden Bedingungen für das Erreichen der Karrierestufen definiert. Wir haben unterschiedliche Bedingungen, die Sie einzeln aktivieren können. Alle aktivierten Bedingungen werden mit einem „und“ verbunden. Z.B., eine bestimmte Höhe des Eigenumsatzes UND eine bestimmte Höhe des Gruppenumsatzes.

Beispiel (die Zahlen sind frei ausgedacht. Falls Sie sich für diese Art der Provision entscheiden, muss alles angepasst werden: Anzahl und Namen der Karrierestufen sowie Bedingungen für das Erreichen):

KarrierestufeEigenumsatzGesamtgruppenumsatzFörderungenProvision auf den Eigenumsatz
Stufe 1   5%
Stufe 25002000 10%
Stufe 380050001 Partner mit Stufe 212%
Stufe 41000150002 Partner mit Stufe 315%
Stufe 51000500002 Partner mit Stufe 420%

Für diesen Vergütungsplan habe ich ein Auszug aus dem Beispiel-Stammbaum erstellt:

Hier sehen Sie, dass in der gleichen Ebene des Stammbaumes Partner mit unterschiedlichen Karrierestufen stehen können.

Als Eigenumsatz der Partner werden immer Bestellungen angesehen, in denen der Partner als Vermittler steht.

In diesem Beispiel wird folgende Provision berechnet:

Partner B bekommt 5% Differenzprovision auf alle Bestellungen, in denen Partner E als Vermittler steht: 20% – 15% = 5%. Auch auf alle Umsätze die Partner aus der Gruppe des Partners E machen, bekommt Partner B 5% Differenzprovision, weil das die Differenz zu der Karrierestufe des Partners E ist.

Auf den Umsatz des Partners F bekommt Partner B keine Provision, weil Partner F die gleiche Karrierestufe hat, wie Partner B.

Partner G bekommt 5% Differenzprovision auf alle Bestellungen, in denen Partner I als Vermittler steht: 10% – 5% = 5%

Partner H bekommt 7% Differenzprovision auf alle Bestellungen, in denen Partner K als Vermittler steht: 12% – 5% = 7%

Partner D bekommt 2% Differenzprovision auf alle Bestellungen, in denen Partner G oder Partner I als Vermittler stehen: 12% – 10% des Partners G = 2%

Auf den Umsatz der Partner H und K bekommt Partner D keine Provision, weil Partner H die gleiche Karrierestufe hat, wie Partner D und Partner K aus der Gruppe des Partners H kommt.

Partner A bekommt keine Provision auf den Umsatz des Partners B, weil Partner B die gleiche Karrierestufe hat, wie Partner A.

Auf den Umsatz des Partners C bekommt Partner A 5% Differenzprovision: 20% – 15% = 5%

Auf den Umsatz aller Partner aus der Gruppe D bekommt Partner A 8%: 20% – 12% = 8%.

In meinem Beispiel ist die Maximalbelastung für die Firma der Provisionssatz für die höchste Karrierestufe 20%.

So arbeitet die Standardfunktion für die Differenzprovision.

Sie können für jede Produktgruppe oder für jedes Produkt eigenen Provisionsschlüssel definieren:

KarrierestufeProvision auf den Eigenumsatz
Produktgruppe 1Produktgruppe 2Produktgruppe 3
Stufe 15%2%0,5%
Stufe 210%5%0,75%
Stufe 312%7%1,0%
Stufe 415%8%1,25%
Stufe 520%10%1,5%

Ich habe die jeweilige Maximalbelastung fett markiert.

Ein Partner hat eine Karrierestufe für alle Produkte. Aber dieser Karrierestufe können Sie pro Produkt eigenen Provisionssatz zuordnen.

II.               Stammbaum- bzw. Uni-Level-Provision

Meistens wird bei dieser Art der Provision ohne Karrierestufen gearbeitet.

Der Provisionssatz wird einer bestimmter Ebene des Stammbaumes zugeordnet. Meistens wird auf den Eigenumsatz der höchste Provisionssatz bezahlt, je tiefer die Ebene mit dem Umsatz, desto kleiner der Provisionssatz.

Beispiel:

EbeneProvision
Ebene 0 (Eigenumsatz)15%
Ebene 15%
Ebene 22%
Ebene 31%

Wenn Partner F in einer Bestellung als Vermittler steht, ist es seine Ebene 0 (15%)

Auf diese Bestellung bekommt

·                  Partner E 5% (Ebene 1)

·                  Partner D 2% (Ebene 2)

·                  Partner C 1% (Ebene3)

Partner B und A bekommen keine Provision auf die Bestellung, in der Partners F als Vermittler steht (Ebenen 4 und 5).

Wenn Partner D in einer Bestellung als Vermittler steht, ist es seine Ebene 0 (15%)

Auf diese Bestellung bekommt

·                  Partner C 5% (Ebene 1)

·                  Partner B 2% (Ebene 2)

·                  Partner A 1% (Ebene3)

Wie Sie sehen, hängt die Höhe der Uni-Level-Provision davon ab, wie weit sich die Bestellung von dem Partner befindet.

Anzahl der abzurechnenden Ebenen können Sie festlegen.

Auch hier können Sie für jede Produktgruppe unterschiedliche Provisionssätze definieren.

In meinem Beispiel ist die Maximalbelastung für die Firma die Summe aller angegebener Provisionssätze: 15% + 5% + 2% + 1% = 23% als Maximalbelastung.

Diese Funktion hat mehrere Varianten:

Sie können hier auch mit Karrierestufen arbeiten und für jede Karrierestufe eigene Angaben für jede Ebene machen.

Beispiel:

Bedingungen für das Erreichen der Karrierestufen definieren (z.B., wie bei der Differenzprovision). Dann die Höhe der Provision für die Ebenen für jede Karrierestufe definieren:

KarrierestufeProvision
Ebene 0 = EigenumsatzEbene 1Ebene 2Ebene 3
Stufe 115%5%  
Stufe 215%5%2% 
Stufe 315%5%2%1%
Stufe 416%5,5%2,5%1,5%
Stufe 517%6%3%2%

Maximale Belastung: 28%, wenn 4 Partner mit Stufe 5 übereinanderstehen.

Eine weitere Variante der Uni-Level-Provision ist komprimierter Stammbaum. Dabei werden Bedingungen für Provisionsberechtigung definiert. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, wird für die Dauer der Berechnung aus dem Stammbaum entfernt und durch seinen Sponsor oder anderen provisionsberechtigten Partner aus der Upline ersetzt.

Beispiel:

Wenn Partner E nicht provisionsberechtigt ist, wird die Funktion für den komprimierten Stammbaum ihn durch den provisionsberechtigten Partner D ersetzen. Dadurch ergibt sich folgende Provision für die Bestellung, in der Partner F als Vermittler steht:

·                  Für Partner F 15% auf den Eigenumsatz

·                  Partner E 0% (ist nicht provisionsberechtigt und fehlt aus)

·                  Partner D 5% (rutscht auf die Ebene 1)

·                  Partner C 2% (rutscht auf die Ebene 2)

·                  Partner B 1% (rutscht auf die Ebene 3)

III.              Hybrid

Bei dieser Variante gibt es für die niedrigere Karrierestufen Provision laut Stammbaum. Für Partner mit besonders guten Leistungen in Betreuung der Gruppe gibt es höhere Karrierestufe, für die nicht nur Stammbaumprovision, sondern auch Differenzprovision berechnet wird.

Beispiel:

KarrierestufeProvisionProvision auf laut Karrierestufe
Ebene 0 = EigenumsatzEbene 1Ebene 2Ebene 3
Stufe 115%5%   
Stufe 215%5%2%  
Stufe 315%5%2%1% 
Stufe 415%5%2%1%0,5%
Stufe 515%5%2%1%1%

Hier würde Partner mit Karrierestufe 4 zusätzlich zu der Provision in den Ebenen 0 bis 3 0,5% auf den gesamten Umsatz der Gruppe bekommen, wenn es in seiner Gruppe keine weiteren Partner mit Karrierestufe 4 gibt. Anders formuliert: 0,5% auf den Gesamten Umsatz der Gruppe unter Ausschluss des Umsatzes der Partner mit Karrierestufe 4 und höher.

Partner mit Karrierestufe 5 bekommt auf den Gruppenumsatz des Partners mit Karrierestufe 4 Differenzprovision in Höhe von 0,5% und auf den restlichen Umsatz seiner Gruppe bekommt Partner mit Karrierestufe 5 zusätzlich zu der Provision in den Ebenen 0 bis 3 1%.

Gesamtbelastung der Firma ist in diesem Beispiel 29,5%.

Wichtig:

Die maximale Belastung der Firma ist nicht immer gleich mit dem maximal möglichen Verdienst eines Partners.

Im Beispiel mit der Differenzprovision ist der maximal mögliche Verdienst eines Partners tatsächlich gleich der maximalen Belastung der Firma.

Aber bei Uni-Level-Provision ist der maximal mögliche Verdienst des Partners der höchste Provisionssatz in einer Ebene (in meinem Beispiel Provision auf den Eigenumsatz, 15%). Die Maximalbelastung der Firma addiert sich aus den Provisionssätzen für alle Ebenen (15% + 5% + 2% + 1% = 23%). Der Unterschied besteht darin, dass ein Partner Provision auf eine Bestellung nur aus einer Ebene bekommt, aber als Belastung für die Firma wird Provision aus allen Ebenen für diese Bestellung gerechnet – für alle Partner, die an der Bestellung beteiligt sind. Kein Partner bekommt 23% auf eine einzige Bestellung, weil kein Partner gleich alle Ebenen belegen kann.

IV.             Influencer

In letzter Zeit werden wir oft nach der Vergütung für Influencer gefragt. Ich empfehle in diesem Fall Karrierestufe und Provision auf den Eigenumsatz.

Falls Sie Karrierestufen für den Vertrieb verwenden möchten, müssen zuerst die Karrierestufen für den Vertrieb angelegt werden, die per Leistungen erreicht werden können, und erst dann Karrierestufen für die Influencer, die für das Erreichen gesperrt werden (z.B., durch sehr hohen Eigenumsatz in einem Monat).

So können Sie für jeden Influencer-Vertrag eigene Karrierestufe anlegen:

KarrierestufeEigenumsatzGesamtgruppenumsatzFörderungenProvision auf den EigenumsatzEbene 0 (Uni-Level)
Stufe 1   5% 
Stufe 25002000 10% 
Stufe 380050001 Partner mit Stufe 212% 
Stufe 41000150002 Partner mit Stufe 315% 
Stufe 51000500002 Partner mit Stufe 420% 
Influencer 1999999999 999999999 6%
Influencer 2999999999 999999999 4%
Influencer 3999999999 999999999 5,5%

Hier werden Partner mit den Karrierestufen 1 bis 5 nach dem Differenzprinzip abgerechnet.

Partner mit Influencer-Karrierestufe bekommen Provision nur auf den Eigenumsatz. Wenn Sie dabei darauf achten, dass Partner mit Influencer-Karrierestufe immer nur der Firma direkt unterstellt sind, wird kein weiterer Partner Provision auf die Umsätze der Partner mit Influencer -Karrierestufe bekommen.

Wie Sie sehen, können Sie Anzahl der Karrierestufen bzw. der abzurechnenden Ebenen selbst bestimmen.

Ich hoffe, Sie haben beim Lesen Ideen für Ihren ganz persönlichen Vergütungsplan bekommen. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl – der Vergütungsplan, den Sie mögen und jede Zeit verteidigen können ist der Beste.

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